Eigentlich sollte diese Partie bereits am Freitagabend ausgetragen werden. Die Polizei legte aber ihr Veto ein und so war Samstag 13 Uhr bei herrlichen Sonnenschein Anpfiff auf dem Betzenberg.
Wie es der Zufall so wollte kam ich just in dem Moment am Hauptbahnhof in Kaiserslautern an als die beiden Sonderzüge aus Karlsruhe ein trafen.
Während sich der KSC Mob vorm Bahnhof sammelte, versuchte der Lautsprecherwagen der Polizei die wartenden Pfälzer am bekannten Kreisel zum Abmarsch zu bewegen, eher mit mäßigen Erfolg und nach der vierten Aufforderung wurden die gut 150 Personen in einen Hauseingang geschoben!
Der Marsch vom Hbf startete, etwas Rauch wurde gezündet und der Pfalz verbal mitgeteilt wer denn jetzt in der Stadt wäre. Am Kreisel kam es zu gegenseitigen Pöbeleien, ohne nennenswerte Aktionen. Beim Anstieg zum Betze flogen aus der Wohnsiedlung dann Böller und Leuchtkugeln in Richtung Karlsruher und Behelmte, wobei letztere 5 Verletzte mit Knalltrauma auf der Habenseite verbuchen konnten. Der Marsch wurde recht zügig zum Gästeblock getrieben und ich nahm meinen Sitzplatz auf der Haupttribüne ein.
Beide Gruppen verzichten an dem heutigen Tag auf große optische Unterstützung, die Jungs um Generation Luzifer hantierten häufiger mit ihren Schals herum. Die Phönix Sons und Co. hatten ein paar Schwenkfahnen im Gepäck.
Sportlich hatte der FCK die Nase deutlich vorne, auch wenn der Schiedsrichter und Karlsruher Spieler das ein oder andere Mal Unterstützung leisteten. Die Stimmung auf den Rängen passte sich dem Spielverlauf an und während die einen feierten verstummten die anderen weitestgehend!
Nach Schlusspfiff wartete ich noch eine Weile und schaute mir die Sammelaktion der Sheriffs am Gästeblock an. Aufkommende Hektik ließ mich wieder auf die Tribüne zurückkehren. Genau rechtzeitig als ca. 100 Karlsruher kurz vor der Westtribüne auf doppelt so viele Heimfans traf. Teilweise wüste Tretereien und Schlägereien, ein paar Ordner versuchten die Parteien zu trennen, von der Staatsmacht nichts zu sehen. Vereinzelte Gäste mussten aufgrund der gegnerischen Überzahl gut einstecken, mit Eintreffen der Polizei machten sich aber alle wieder auf in Richtung Gästeblock.
Mit etlicher Verspätung ging der Marsch wieder Retour zum Bahnhof. Am Kreisel und auf der anderen Seite des Tunnels hatten sich mehrere hundert Pfälzer versammelt. Es blieb aber bei gegenseitigem Gepöbel und Flaschenwürfe gegen die Polizei.
Mein Auftritt war dann beendet, eine eifrige Zivilpolizistin wies mir den Weg zum Auto und ich machte mich vom Acker..